+++ News Quickie – 2 Sichtung in Unkelbach! +++

Update 2: Eine Sichtungen gestern, “Nachtigallenweg” – 16.30 Uhr und “Am Mühlenweg” HEUTE 16.30 Uhr.

Update: 2 Sichtungen in Unkelbach. Eine gestern am “Nachtigallenweg”, Uhrzeit noch unklar und eine heute “Am Mühlenweg” Uhrzeit unklar. Herr Weisskirchen wird morgen früh mit dem Spürhund kommen. Ruth richtet Futterstellen ein, allerdings ohne Sand. Ich werde jetzt die Sichtungen in Quikmaps eintragen. Unkelbach liegt grob in der Nähe von Remagen. Andrea hat heute dort Plakate aufgehangen. Kritik an Google Earth, dort ist Unkelbach nicht eingetragen. Justus versteckt sich gut :-).

2 Sichtungen heute in Unkelbach. Ruth hat gerade angerufen. Ich bin jetzt am Telefon, um den Spürhund zu organisieren. Werde gleich hier noch ausführlicher berichten.

2 Responses to “+++ News Quickie – 2 Sichtung in Unkelbach! +++”


  • Hallo ihr lieben, Martin und ich haben gerade das mit der Sichtung in Unkelbach gelesen, wir druecken euch ganz feste die daumen, justus geht uns hier auch nicht aus dem kopf! aber unkelbach ist ja schon eine ganze strecke weiter, aber hauptsache er wird mal wieder gesehen! ganz liebe gruesse aus mallorca, britta und Martin

  • Und noch was vom Andy

    Lucky Gypsi

    Was muss ein Hund erlebt und durchlebt haben, wenn sich einem Hund keine Menschenseele nähern kann? – Sei der Mensch noch so gutmütig(…)
    Wenn kein wohlgesonnener Mensch Zutritt zu einem Hund bekommt und dieser mit keinerlei – friedlicher, List und nicht mit der leckersten Leckerei zu locken ist, dann hat dieser Hund jedes Vertrauen zum Menschen verloren.
    Doch an einem Tag, und bereits an Tagen zuvor, waren und wollten nur liebe Menschen wieder für einen solchen Hund da sein, ihm helfen und ihm Vertrauen schenken. –
    Wie aber soll man dieses bewirken, wenn keiner Zutritt zu solch einen Hund bekommt, und, um wen geht’s überhaupt?

    „Sie“, eine grau „getigerte“ Mischlingshündin, wurde von einer Tierschutzorganisation – aus dem Ausland/oder…(?), aus ihrer ausweglosen Notlage befreit.
    – Ihr bisheriges Leben war sie scheinbar unsesshaft, ständig auf Nahrungssuche und immer auf der Flucht…

    Hier in Deutschland wurde sie dann zu einer Familie vermittelt, wo sie dann eines Tages leinenlos Reißaus nahm.
    So war sie wieder unsesshaft, auf Nahrungssuche, auf der Flucht und alleine; jetzt unter uns.-

    Fast 7 Monate(!) lang wurde sie in Ruhe gelassen, verscheucht, gejagt, gelockt, heimlich gefüttert, zum Teufel gewünscht, aber auch geliebt; vor allem aber wurde sie stets von einem Schutzengel begleitet. Denn über ein halbes Jahr war sie der größten Gefahr ausgesetzt, der Strassen.
    Diese z.T. sehr stark befahrenen Hauptverkehrs- Strassen hatte sie in den vergangen Monaten an den Stadtrandgebieten von Bonn – Endenich, Dransdorf, Tannenbusch und Alfter, unzählige Male überqueren müssen, zu jeder Tages- und Nachtzeit.-
    Eines Tages kam es dann doch zu einem Unfall, wobei es – Schutzengel sei Dank, nur Blechschaden gab.
    Wie sollten wir einen total Menschenscheuen Hund in unsere sichere Obhut bekommen? – Mit nichts konnte sie gelockt werden.
    - Vermutlich hatte sie in ihrem Leben alle Facetten etwaige Verlockungen erfahren, durchstehen müssen und nie etwas positives erfahren können, dürfen…
    Also mit Zuspruch, einem Berg aus Leberwurst etc. fanden wir keinen Zugang zu dieser Hündin.
    – WAS TUN ???

    Der Zufall (….?)half uns, der Hündin. Es waren genauer gesagt 2 „Zufälle“(…).
    Denn die Hündin war läufig, und sie hatte großes „Interesse“ an dem Beardet Collie Rüden, namens „Lucky“.
    Den „Lucky“ suchte die streunende und jetzt läufige Hündin immer wieder auf; und wir witterten unsere Chance, denn das angrenzende Grundstück auf dem Lucky zu Hause war, war ein Friedhof der spärlich eingezäumt war.
    Obwohl die Hündin seit langer Zeit unterwegs war, machte sie auf uns allerdings keinen ausgehungerten Eindruck.
    Sie hatte es wohl zwangsläufig gelernt, wie man sich durchschlägt…; zudem wurde sie von aufmerksamen und Tierlieben Menschen mit Nahrung versorgt. So gab es eine Friedhofsbesucherin, die ihren beigesetzten Mann auf dem Friedhof regelmäßig besuchte und hinter dem Grabstein ihres Mannes heimlich(…) einen Futterplatz für die Hündin eingerichtet hatte.
    Außerdem gab es ein in Friedhofsnähe gelegenes Gewerbegebiet. Hier fand die Hündin – hinter dem Gebäude eines Autozubehörhandels, Obhut mit Schlafstelle samt Futterplatz. – Diesen sehr wichtigen Hinweis(…) bekamen wir von einer Anwohnerin, dass die Hündin, diese Stelle oft aufgesucht hatte.

    Nun, so dachten wir, sie hatte sich zwar irgendwie durchgeschlagen, aber Hunger müsste sie dennoch haben, denn sie war doch seit längerem in ständiger Unruhe, und das verbraucht Energie.
    So füllten wir einen Hundenapf mit Nahrung, präparierten diese mit einer gut geschätzten Dosis Schlaftabletten und positionierten unsere „Falle“ auf dem Friedhof am Grundstückszaun von „Lucky“.
    Währenddessen hatten wir – engagierte Anwohner und Ehrenamtliche Mitarbeiter vom Bonner Tierheim, das spärlich eingezäunte Friedhofsgelände mit ca. 15 Personen „umstellt“. – Mit 150 Personen hätten wir das Friedhofsgelände für die Hündin ausbruchssicher machen können, aber mit 15 Mann gab es zu viele Lücken in unserem „Sicherungssystem“.

    Aus sicherer Entfernung konnten wir sehen, dass unsere „Falle“ zugeschnappt hatte.
    Jetzt hieß die Parole absolute Ruhe, denn nichts sollte und durfte die Hündin nun erschrecken, denn geht sie uns stiften, haben wir keine Chance sie zu verfolgen und die Betäubung wird irgendwann und irgendwo seine Wirkung zeigen.
    – Es war ein Wagnis, aber es war unsere einzige und beste Gelegenheit die Hündin endlich in Sicherheit zu bringen.
    Heute war aber Sonntag, und so nahmen die Friedhofsbesucher und somit auch die Unruhe auf dem Friedhofsgelände zu.
    Die Hündin wurde sichtbar unruhiger und fand eine Lücke, die sie sogleich zum Ausbruch vom Friedhofsgelände nutzte.
    Es gelang uns zwar noch einmal die Hündin auf den Friedhof zu scheuchen, doch jetzt war sie in Panik und nahm letztendlich Reißaus.-
    Wir nahmen sofort die Verfolgung auf, doch sie war nicht mehr zu sehen, und sie hatte jetzt unzählige Möglichkeiten sich im Umkreis – ihrer „gewohnten Umgebung“, von ca. 2 Kilometern zu verstecken. –
    Nachdem wir im näheren Umfeld nun einige Unterschlupfmöglichkeiten durchsucht hatten, schwand unsere Hoffnung die Hündin zu finden, denn sie war clever, und ihr natürlicher Instinkt schickte sie in eine ruhige Umgebung…
    Sie flüchtete dorthin, wo sie vermutlich bei Nacht regelmäßig – vielleicht auch in den vergangenen Nächten immer, Quartier nahm, die Schlafstelle hinter dem Autozubehörhandel.
    Nur wenige Meter entfernt von dieser Schlafstelle hatte sich die nun schläfrig gewordene Hündin in die Sonne gelegt, denn die Schlafstelle war ja im Schatten…

    Wir bildeten eine Menschenkette um die Einfahrt zu diesem Autozubehörhandel zu schließen. Noch einmal wurde die nun etwas geschwächte Hündin kurz von uns aufgeschreckt doch sie lief geradezu in diese/unsere freundliche Menschenkette.-

    Es war für uns alle ein sehr bewegener Moment, diese Hündin in unseren Händen halten zu dürfen…
    Sicherlich war die Hündin mittlerweile müder geworden; aber wir spürten auch, dass die Hündin sich irgendwie „erleichtert“ fühlte, und froh war, dass die monatelange Hetze – das Zigeunerleben, nun ein Ende hatte…

    Nachdem wir die Hündin anschließend sicher ins Bonner Tierheim gebracht hatten, konnte sich die total erschöpfte und nun auch sehr, sehr schläfrig gewordene Hündin in „Einzelhaft“ erst einmal erholen.
    In den nächsten Tagen hatte sie sich von den „KO“ – Tabletten dann auch zunehmend gut erholt, und man mochte es wirklich kaum glauben, dauerte es nicht lange, dass sie Vertrauen zu den Menschen fasste, und zunehmend Streicheleinheiten verlangte(!)…

    Wir gaben dieser – zwar etwas streng riechenden, aber ansonsten einfach super süßen Hündin den Namen die Zigeunerin – „Gypsi“.
    Besonders erwähnen möchte ich nur „Einen“. Den „Lucky“; sein unwiderstehlicher Charme, hatte einen erheblichen Anteil an das „Glückliche“ Ende einer, unseren „Zigeunerin“.

    Lucky Gypsi, eben!

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